Willkommen im Hanutahaus. Hier hat jeder einen an der Waffel. Tagebuch, Gedankengänge usw. Achtung, Inhalte könnten triggernd sein.
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Dienstag, 20. Mai 2014
Montag, 19. Mai 2014
Wieder so 'ne Art Tagebuch.
Und wieder einmal diese langen Nächte. 00:50 Uhr, in gut fünf Stunden klingelt der Wecker. Gestern wurde es 05:00 Uhr. Wozu? Man bleibt wach und denkt an - nichts. Der Kopf ist leer, der Körper nur noch eine leere Hülle, die Seele ist entschritten, der Geist nur noch ein dumpfes Echo im endlosen Nichts. Man ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Ja, nichts ist höher als der eigene Schatten. Er kann eine Mauer sein, die man selber errichtet hat, und man ist unfähig, sie selber zu besteigen. Die Kraft dazu fehlt, weil man sich selber in einem Dämmerzustand befindet - paralysiert. Wach, aber im Traumzustand, anwesend, aber geistig abwesend.
Sonntag, 18. Mai 2014
Momente.
Aus blau wird grau. Die Sonne verschwindet, und der Himmel verdunkelt sich. Der Himmel wird dunkler, und mit ihm die Gedanken.
Schlaflose Nächte, und um einen Gedanken, die sich um nichts drehen. Ein ewigdrehendes Gedankenkarussell, ohne Sinn, ohne Ziel.
Schlaflose Nächte, und um einen Gedanken, die sich um nichts drehen. Ein ewigdrehendes Gedankenkarussell, ohne Sinn, ohne Ziel.
Dienstag, 28. Januar 2014
Halt so 'ne Art Tagebuch.
"Leben heißt Krieg, du hast ihn verloren!", schreien die Dämonen aus den Trümmern der verbleibenden Ruinen. Schemenhafte Umrisse dessen, was mal ein Schloss darstellen sollte. Wer höher steigt, fällt auch tiefer. Beim Aufschlag bricht man sich dann das Genick oder man ist wie paralysiert, unfähig, zu handeln.
"Überleben kannst du nicht!", schreien sie, und sie haben recht. Schon leben und überleben sind zwei verschiedene Dinge. Viele leben nicht, sie überleben nur, aber sie sind zumindest dazu fähig. Und wer nicht in der Lage ist, zu überleben, kann erst recht nicht leben. Ich sterbe eher.
"Überleben kannst du nicht!", schreien sie, und sie haben recht. Schon leben und überleben sind zwei verschiedene Dinge. Viele leben nicht, sie überleben nur, aber sie sind zumindest dazu fähig. Und wer nicht in der Lage ist, zu überleben, kann erst recht nicht leben. Ich sterbe eher.
Montag, 4. Februar 2013
Sinn des Lebens.
Wohl jeder hat sich schon mal darüber Gedanken gemacht, was der Sinn des Lebens ist. Nun, die Antwort darauf ist meiner Meinung nach viel einfacher, als man denkt. Wenn man davon ausgeht, dass der dieser Sinn für alle Lebewesen gleich ist, gibt es nur eine richtige Möglichkeit: Der Tod. Nur ihn haben alle Lebewesen gemeinsam. Ohne den Tod wäre das Leben sinnlos. Man könnte für nichts mehr leben. Er ist der ständige Begleiter auf einem steinigen Weg, immer anwesend, auch wenn man nicht an ihn denkt.
Dienstag, 11. Dezember 2012
Ralph Ellison - Der unsichtbare Mensch
"Ich bin ein wirklicher Mensch, aus Fleisch und Knochen, aus Nerven und Flüssigkeit - und man könnte vielleicht sogar sagen, dass ich Verstand habe. Aber trotzdem bin ich unsichtbar - weil man mich einfach nicht sehen will. Wer sich mir nähert, sieht nur meine Umgebung, sich selbst oder die Produkte seiner Phantasie - ja, alles sieht er, alles, nur mich nicht."
Dienstag, 30. Oktober 2012
Amanda Todd - Ein Kommentar. Oder: Phänomen Facebook.
Menschen sterben - das ist ein normaler Prozess. Manche begehen Suizid - auch das passiert täglich. Jeden Tag sterben Menschen, weil sie ihr Päckchen nicht mehr tragen können - und den Meisten ist es egal. Anders sieht die Sache aus, wenn vorher ein Video gepostet wird, in dem beschrieben wird, wie schlecht es einem gehen würde. Plötzlich kommen wildfremde aus dem Loch gekrochen, fangen an, das Opfer (hier: Amanda Todd) zu bedauern - obwohl sie oftmals nicht besser sind, im Gegenteil häufig sogar selber mobben usw. Der Fokus der Generation Facebook/Youtube liegt seit einigen Tagen auf einem Mädchen, was Suizid begangen hat - so weit etwas alltägliches. Aber: Sie, Amanda Todd, hat, vor ihrem Beschluss, zu gehen, eine Botschaft hinterlegt - in Form eines Videos. Hier beschreibt sie, wie sie gemobbt wurde. Wie sie, angeblich, erpresst wurde und einen Jungen dazu getrieben hat, seine Freundin zu betrügen und mit ihr zu schlafen - mit 15. Sie soll Nacktbilder an einen Mann geschickt haben, als sie 12 war. Sie beschreibt, wie man ihr auflauerte und sie verprügelte. Natürlich ist das hart. Aber so etwas passiert, auch wenn es durch die Opfer nicht ständig publik gemacht wird, täglich. Außerdem werden alle Details einfach nachgeplapert, die Ursprungsquelle wird überhaupt nicht mehr überprüft. Egal wer was dazu erfindet, es wird, mangels Überprüfung, weiterverbreitet. Nur, weil sie ein Video erstellt hat, kümmert sich die sensationsgeile Generation Youtube/Facebook überhaupt darum. Ihr Tod wird für sogenannte Likes ausgeschlachtet: "Like, wenn du gegen Mobbing bist." "Like, wenn du wegen Amanda Todd trauerst." Ein Mädchen, was Suizid begangen hat, wird plötzlich betrauert, weil sie nicht wie der typische RTL-Klischee aussah. Natürlich ist der Tod durch Suizid etwas trauriges, aber er passiert nun mal. Darf einem Fall besondere Beachtung geschenkt werden, weil er besonders geschickt vermarktet und ausgeschlachtet wurde? Ich denke nicht. Wenn ein einzelner Suizid zu einem medialen Großereignis gepusht wird, während der Rest in der Versenkung verschwindet, läuft etwas gewaltig schief.
Dienstag, 21. August 2012
Ein Versuch der Weiterführung von Blochs Philosophie "Zu wenig" aus "Spuren."
Ernst Bloch schrieb: "Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst."
Das Leben ist ein ständiges werden und gewesen sein. Wir können uns nicht haben, weil alles, was wir machen werden oder gemacht haben, entweder Zukunft oder Vergangenheit ist. Dieser Text hier befand sich nie im hier und jetzt, weil er mindestens eine Nanosekunde alt ist. Es ist schwer auszudrücken, was ich damit sagen will. Wir sind nicht, wir werden entweder oder wir waren schon. Alles verändert sich stetig, egal ob bemerkbar oder nicht - egal, ob Lebewesen oder andere Dinge. Durch minimale Zeiträume, die für Lebewesen nicht zu erkennen sind, wie besagte Nanosekunde, kann kein Hier und Jetzt existieren. Ergo ist alles entweder Vergangenheit oder Zukunft. Deswegen können wir nichts haben, wir hatten nur oder werden haben - dies trifft gerade auf uns selber zu. Wir haben uns nicht, weil wir durch die Zeit an uns "vorbei existieren."
Dienstag, 7. August 2012
Einträge vom 26.07 & 27.07.
26.07.: Momentaufnahme.
Müde. Ängstlich. Gereizt. Kaputt. Das trifft es momentan ganz gut. Seit mehreren Wochen schlaf ich kaum noch, spätestens um 6 bin ih in der Regel immer wach. Wenn ich dabei wenigstens nicht so müde wäre, wäre mir das egal. Bin ich aber, weswegen ich täglich Kopfschmerzen habe und oft gereizt reagiere, wenn jemand was von mir will.
Zumindest hat Mom mir jetzt noch bis zum 01.09. Zeit gegeben, eine Lehrstelle oder einen Job zu finden. Ein Monat Zeit. Als ob die Stellen an Bäumen wachsen würden.
Ansonsten läuft auch der Rest ziemlich beschissen. Nichts klappt, wie es sollte. Einsamkeit frisst mich auf, jetzt hab ich 'nen recht guten Abschluss, finde aber keine Stelle, ständiger Leistungsdruck, der mich einfach nur ankotzt usw. Mir geht momentan so ziemlich alles auf den Keks, vor allem ich mir selber. Ich falle wieder in ein Loch, und ich hab keine Ahnung, ob ich da wieder rauskomme.
27.07.: Eine weitere Momentaufnahme.
Es geht mir immer schlechter. Was keinen interessiert. Mich eingeschlossen. Schon wieder ins große Nichts gestürzt. Mal wieder kaum gepennt, nur ein paar Stunden. Dazu kommen noch Kleinigkeiten: Mückenstiche, die einfach nur nerven, und gleich auch noch das Grillfest mit den Nachbarn, auf das ich absolut keinen Bock habe.
Mittlerweile frage ich mich mal wieder, ob es überhaupt jemand realisieren würde, wenn ich nicht mehr bin. Falls das jemand lesen sollte: Das soll KEINE Ankündigung sein.
Ich merk schon, das ist alles... Etwas zusammenhanglos.
Einige Zitate von Friedrich Nietzsche:
"Wenn man ein Wozu des Lebens hat, erträgt man jedes Wie." Genau das ist das Problem. Ich habe im Moment kein Wozu. Es ist eher ein Warum. Und ein Müssen. Ich MUSS leben und funktionieren, egal ob ich will oder nicht. Wieder gilt: KEINE Ankündigung.
"Menschen, die misstrauisch gegen sich selbst sind, wollen mehr noch geliebt werden als lieben, um einmal, einen Augenblick wenigstens, an sich glauben zu dürfen." Genau das ist es. Ich werde nicht geliebt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich jemals geliebt worden bin. Eine Erkenntnis, die ziemlich schmerzt. Kann man mich überhaupt lieben? Ich meine das jetzt nicht nur auf Beziehungen bezogen, sondern ganz generell. Ist nicht ein Sinn des Lebens, Liebe zu erfahren und zu geben? Nur, wer keine Liebe erfährt, kann sie auch nicht geben.
"Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens." Die Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben, was bleibt, ist ein Unwetter über dem Bach.
"Hast du eine große Freude an etwas gehabt, so nimm Abschied! Nie kommt es zum zweiten Male." Kann ich unterschrieben. Die selten gewordenen Glücksmomente, wie letztes Jahr in Carcassonne, waren eine wunderbare Erfahrung. Schmerzlich die Erkenntnis, es so nicht mehr erleben zu können. Was einmal war, wird nicht mehr.
Lateinische Zitate:
"Aliis ne feceris, quod tibi fieri non vis." - Tu anderen nicht, das du nicht willst, was dir geschehe. Ganz einfache Regel, einhalten kann sie, leider, kaum jemand. Menschen neigen dazu, zu handeln und anschließend zu denken. Der falsche Weg.
"Amicus Certus in re incerta cernitur." - In der Not erkennst du den wahren Freund. Unterschreibe ich sofort. Die Meisten so genannten "Freunde" sind nicht da, wenn man sie braucht. Ich denke, ich hatte aber nie welche. Zumindest keine wahren.
"Sapere aude!" - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ein Zitat von Immanuel Kant. Viele Menschen übernehmen 1:1 die Meinung Dritter, lassen sich beeinflussen, sie bilden sich keine eigene Meinung. Häufig zu sehen bei Rechten.
"Si vis amari, ama!" - Wenn du geliebt werden willst, liebe selbst. Bedingungslose Liebe gibt es nicht. Man darf nicht nur nehmen, sondern muss auch geben. Dazu passend: "Do, ut des." - Ich gebe, damit du gibst und "Amor fati." - Liebe zum Schicksal (Friedrich Nietzsche). Liebe bedeutet Schicksal, wer liebt, liebt also gleichzeitig das Schicksal.
"Memento Mori." - Bedenke, dass du sterben wirst. Ganz einfach. Sein Leben zu planen, ist Zeitverschwendung. Niemand kann das, allein schon wegen der Übermacht des Todes. Nie weiß man, wann er eintreten wird: "Mors certa, hora incerta." - Der Tod ist Gewiss, seine Stunde ungewiss.
"Poenam no sentio mortis. Poena fuit vita, requies mihi morte parata est." - Ich spüre nicht die Strafe des Todes. Die Strafe war das Leben, der Tod hat mir Erlösung gebracht. Dazu passend: Ernst Bloch - Kapitel 1: Guter Rat, Unterkapitel: An sich (Literarische Aufsätze) "Man ist. Das ist zu wenig. Ja, das wenigste."
Leben ist, meiner Meinung nach, nicht das höchste Gut, was der Mensch erlangen kann. Leben ist anstrengend, oft eine Qual und endlich. Das Endliche ist nicht unbedingt was schlechtes. Wenn du für immer leben könntest, für was würdest du leben? Das Schlechte sind oftmals die Erfahrungen, die einen prägen. Manche haben Glück und machen nur Gute, manche weniger. Ich empfinde leben momentan eher als Strafe.
"Sed omnes una manet nox et calcanda semel via leti." - Doch alle erwartet die eine Nacht und der Weg des Todes, den man nur einmal betritt. Angst vor dem Tod ist, wie ich finde, unbegründet. Jeden kann es zu allen Zeiten treffen. Vorbereiten kann man sich nicht. Wer stirbt, war nicht der Erste und wird nicht der Letzte gewesen sein.
Müde. Ängstlich. Gereizt. Kaputt. Das trifft es momentan ganz gut. Seit mehreren Wochen schlaf ich kaum noch, spätestens um 6 bin ih in der Regel immer wach. Wenn ich dabei wenigstens nicht so müde wäre, wäre mir das egal. Bin ich aber, weswegen ich täglich Kopfschmerzen habe und oft gereizt reagiere, wenn jemand was von mir will.
Zumindest hat Mom mir jetzt noch bis zum 01.09. Zeit gegeben, eine Lehrstelle oder einen Job zu finden. Ein Monat Zeit. Als ob die Stellen an Bäumen wachsen würden.
Ansonsten läuft auch der Rest ziemlich beschissen. Nichts klappt, wie es sollte. Einsamkeit frisst mich auf, jetzt hab ich 'nen recht guten Abschluss, finde aber keine Stelle, ständiger Leistungsdruck, der mich einfach nur ankotzt usw. Mir geht momentan so ziemlich alles auf den Keks, vor allem ich mir selber. Ich falle wieder in ein Loch, und ich hab keine Ahnung, ob ich da wieder rauskomme.
27.07.: Eine weitere Momentaufnahme.
Es geht mir immer schlechter. Was keinen interessiert. Mich eingeschlossen. Schon wieder ins große Nichts gestürzt. Mal wieder kaum gepennt, nur ein paar Stunden. Dazu kommen noch Kleinigkeiten: Mückenstiche, die einfach nur nerven, und gleich auch noch das Grillfest mit den Nachbarn, auf das ich absolut keinen Bock habe.
Mittlerweile frage ich mich mal wieder, ob es überhaupt jemand realisieren würde, wenn ich nicht mehr bin. Falls das jemand lesen sollte: Das soll KEINE Ankündigung sein.
Ich merk schon, das ist alles... Etwas zusammenhanglos.
27.07.: Zitate.
Einige Zitate von Friedrich Nietzsche:
"Wenn man ein Wozu des Lebens hat, erträgt man jedes Wie." Genau das ist das Problem. Ich habe im Moment kein Wozu. Es ist eher ein Warum. Und ein Müssen. Ich MUSS leben und funktionieren, egal ob ich will oder nicht. Wieder gilt: KEINE Ankündigung.
"Menschen, die misstrauisch gegen sich selbst sind, wollen mehr noch geliebt werden als lieben, um einmal, einen Augenblick wenigstens, an sich glauben zu dürfen." Genau das ist es. Ich werde nicht geliebt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich jemals geliebt worden bin. Eine Erkenntnis, die ziemlich schmerzt. Kann man mich überhaupt lieben? Ich meine das jetzt nicht nur auf Beziehungen bezogen, sondern ganz generell. Ist nicht ein Sinn des Lebens, Liebe zu erfahren und zu geben? Nur, wer keine Liebe erfährt, kann sie auch nicht geben.
"Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens." Die Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben, was bleibt, ist ein Unwetter über dem Bach.
"Hast du eine große Freude an etwas gehabt, so nimm Abschied! Nie kommt es zum zweiten Male." Kann ich unterschrieben. Die selten gewordenen Glücksmomente, wie letztes Jahr in Carcassonne, waren eine wunderbare Erfahrung. Schmerzlich die Erkenntnis, es so nicht mehr erleben zu können. Was einmal war, wird nicht mehr.
Lateinische Zitate:
"Aliis ne feceris, quod tibi fieri non vis." - Tu anderen nicht, das du nicht willst, was dir geschehe. Ganz einfache Regel, einhalten kann sie, leider, kaum jemand. Menschen neigen dazu, zu handeln und anschließend zu denken. Der falsche Weg.
"Amicus Certus in re incerta cernitur." - In der Not erkennst du den wahren Freund. Unterschreibe ich sofort. Die Meisten so genannten "Freunde" sind nicht da, wenn man sie braucht. Ich denke, ich hatte aber nie welche. Zumindest keine wahren.
"Sapere aude!" - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ein Zitat von Immanuel Kant. Viele Menschen übernehmen 1:1 die Meinung Dritter, lassen sich beeinflussen, sie bilden sich keine eigene Meinung. Häufig zu sehen bei Rechten.
"Si vis amari, ama!" - Wenn du geliebt werden willst, liebe selbst. Bedingungslose Liebe gibt es nicht. Man darf nicht nur nehmen, sondern muss auch geben. Dazu passend: "Do, ut des." - Ich gebe, damit du gibst und "Amor fati." - Liebe zum Schicksal (Friedrich Nietzsche). Liebe bedeutet Schicksal, wer liebt, liebt also gleichzeitig das Schicksal.
"Memento Mori." - Bedenke, dass du sterben wirst. Ganz einfach. Sein Leben zu planen, ist Zeitverschwendung. Niemand kann das, allein schon wegen der Übermacht des Todes. Nie weiß man, wann er eintreten wird: "Mors certa, hora incerta." - Der Tod ist Gewiss, seine Stunde ungewiss.
"Poenam no sentio mortis. Poena fuit vita, requies mihi morte parata est." - Ich spüre nicht die Strafe des Todes. Die Strafe war das Leben, der Tod hat mir Erlösung gebracht. Dazu passend: Ernst Bloch - Kapitel 1: Guter Rat, Unterkapitel: An sich (Literarische Aufsätze) "Man ist. Das ist zu wenig. Ja, das wenigste."
Leben ist, meiner Meinung nach, nicht das höchste Gut, was der Mensch erlangen kann. Leben ist anstrengend, oft eine Qual und endlich. Das Endliche ist nicht unbedingt was schlechtes. Wenn du für immer leben könntest, für was würdest du leben? Das Schlechte sind oftmals die Erfahrungen, die einen prägen. Manche haben Glück und machen nur Gute, manche weniger. Ich empfinde leben momentan eher als Strafe.
"Sed omnes una manet nox et calcanda semel via leti." - Doch alle erwartet die eine Nacht und der Weg des Todes, den man nur einmal betritt. Angst vor dem Tod ist, wie ich finde, unbegründet. Jeden kann es zu allen Zeiten treffen. Vorbereiten kann man sich nicht. Wer stirbt, war nicht der Erste und wird nicht der Letzte gewesen sein.
Donnerstag, 19. Juli 2012
Sorgen und Ängste.
Zu viele Sorgen und Ängste. Zukunft? Ungewiss, nur Absagen bei meiner Suche nach 'ner Lehrstelle. Ich muss eigentlich bis zum 01.08. was finden. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich 'ne Ausbildung überhaupt schaffen würde, wahrscheinlich eher nicht. Aber da muss ich durch.
Dazu kommen Ängste, eben die vor der Zukunft. Und Angstzustände, die vor allem Nachts auftauchen und von Flashbacks begleitet werden. Zusätzlich Versagensängste. Angst, total zu versagen. Morgen hab' ich ein Gespräch beim Arbeitsamt, mal sehen was die dazu sagen.
Ein neuer Tag mit neuen Sorgen. Scheiß auf heute, scheiß auf morgen.
Dazu kommen Ängste, eben die vor der Zukunft. Und Angstzustände, die vor allem Nachts auftauchen und von Flashbacks begleitet werden. Zusätzlich Versagensängste. Angst, total zu versagen. Morgen hab' ich ein Gespräch beim Arbeitsamt, mal sehen was die dazu sagen.
Ein neuer Tag mit neuen Sorgen. Scheiß auf heute, scheiß auf morgen.
Mittwoch, 4. Juli 2012
Vergangen, nicht vergessen.
Und wieder einmal plagen mich die Gedanken an Dinge, die bis zu 12 Jahre zurückliegen. Dinge, die verdrängt geglaubt waren, kehren zurück. Drängen sich auf. Tun so, als ob es erst gestern passiert wäre. Mittlerweile habe ich aufgegeben, dagegen anzukämpfen. Das kostet nur Kraft. Kraft, von der ich eh nicht mehr viel besitze. Kraft, die ich z.B. dafür brauche, immer schön den Starken zu spielen, damit man damit durchkommen kann - nur wie lange das gut geht, ist die Frage. Vergessen und verdrängen sind zwei ganz unterschiedliche Dinge. Vergisst man etwas, kehrt es nicht mehr zurück, verdrängt man es, kann es jeden Tag hochkommen. Ich wünscht, ich könnte vergessen. Doch nur, weil Dinge vergangen sind, heißt es nicht, das sie vergessen sind.
Dienstag, 3. Juli 2012
Einfach weg, verschwinden und: Der See des Lebens und seine Bewohner.
Oh girl this boat is sinking,
There's no sea left for me,
And how the sky gets heavy
when you are underneath it
Oh I want to sail away from here
And god
He came down down down down down down down down
And sailed
Nothing
Diese Zeilen erlangten gestern große Bedeutung für mich. Song of the Year wäre nicht übertrieben. Würde nicht jeder Mensch mindestens einmal gerne im großen See des Lebens verschwinden? Geht nicht jeder mal in der Mass unter, weil kein See mehr für einen übrig bleibt?
Im Grunde sind wir Menschen verschiedene Fische im großen See des Lebens.
Der See: Die Oberfläche des Sees ist bekannt, man weiß, was passiert. Je tiefer man steigt, desto unwirklicher und unbekannter wird die Welt. Ist man ganz unten angelangt, trifft man auf seltsame Gestalten, unbekannte Wesen, die krumme Geschäfte drehen und lieber unerkannt bleiben wollen, der Untergrund also. In der Mitte spielt sich das Leben ab, hier treffen sich die Meisten Fische, in diesem Falle die Normalbürger also. Weiter oben kommen eher wenige Fische zum Vorschein. Manche, sehr wagemutige springen gelegentlich sogar über ihre Grenzen und kommen über der Oberfläche des Sees zum Vorschein. Mit diesen Fischen werden Promis repräsentiert, die auch mal in der Öffentlichkeit auftreten.
Die Bewohner: Man kann jedoch weiter unterscheiden: Es git winzige Fische, die quasi nur als Futter dienen, doch manche wehren sich verhemmt, um zu überleben, die Mittelschicht also. Die Mittelgroßen, die zwar recht selten einen anderen Fisch fressen, was aber durchaus vorkommen kann, sie werden allerdings auch selber eher selten gefressen, die Mittelschicht. Ganz oben dann die Großen, mächtigen. Haie, die nie gefressen werden, aber fressen können, die Oberschicht und Firmenbosse. Dann gibt es die, die nie zum Vorschein kommen. Oft skurrile Gestalten, die so gut wie nie über dem Grunde des Sees gesichtet werden. Das ist in diesem Falle wieder der Untergrund.
Noch weiter: Es git Fische, die ihr ganzes Leben in einem Gewässer bleiben, die Sesshaften. Aber auch solche die, meistens in wärmere, Seen wechseln, die Auswanderer. Manche bleiben fern, andere kommen wieder. Und manche wechseln in andere Gewässer, weil das Fressen knapp wird. Dann gibt es unauffällige Fische, aber auch bunte, skurrile Gestalten, die sich durch alle Schichten verteilen. Diese repräsentieren die Subkulturen und Länder.
PS: Sorry, wenn das alles etwas pauschalisiert wirken sollte, es ist nur sehr grob zusammengefasst.
Montag, 2. Juli 2012
Surreale Wahrnehmung.
Ich bewege mich, nehme Dinge wahr, aber es wirkt alles unwirklich und unreal, wie im Traum, als ob es nicht wirklich existiert. Verzerrt, als ob alles Meilenweit entfernt ist. Wenn ich versuche, still zu sitzen, wabbele ich hin und her. Wenn ich versuche zu gehe, schwanke ich. Wenn ich etwas denke, brauchen die Gedanken eine Zeit, um anzukommen. Wenn ich etwas lese, brauche ich, bis die Zeilen Sinn ergeben. Scheiß Müdigkeit, wo ich doch nicht schlafen kann.
Samstag, 30. Juni 2012
Relative Enttäuschung, Teil 2.
Wieder mal wurde mir ein Stück Hoffnung genommen. Aqualand hat abgesagt. Wahrscheinlich klammere ich zu viel und mache mir zu viele Hoffnungen auf eine Stelle. Dennoch: Auch an Absagen gewöhnt man sich, und wieder einmal bleibt es deswegen "nur" eine relative Enttäuschung.
Freitag, 29. Juni 2012
Was wir sind. Was wir werden. Was wir waren.
Was sind wir schon? Kleine Staubkörnchen in einem Meer aus Nichts. Wir sind Nichts, waren nie was und werden nie was werden.
Was können wir schon erreichen? Jeden Tag wird uns das Märchen von der Chancengleichheit vorgekaut. Jeden Tag müssen wir uns anhören, wie viele freie Lehrstellen es geben würde. Diese Blender! Fakt ist: Jugendliche mit Migrationshintergrund haben in Deutschland kaum eine Chance. Ebenso wie junge Leute aus "Problem"familien (das Problem sind oft nicht die Familien, sondern die Politiker, die zu arrogant sind, etwas zu ändern), aus sozial schwachen Schichten und aus Familien mit Erkrankungen. Viele Fäden laufen zusammen, und wer eine "Mischung aus allem" besitzt, wird hier so schnell nicht glücklich. Zum Thema Lehrstellen: Es mag sein, dass viele Stellen unbesetzt bleiben. Jedoch nicht, wie oft behauptet, wegen der faulen Jugendlichen, sondern, weil höchst unrealistische und überzogende Anforderungen gestellt werden. Beispiel Christ: Abitur mit 2,0 Durchschnitt für den Beruf des Einzelhandelskaufmannes. Die Betriebe hätten am liebsten 16 Jährige Abiturienten mit 30 Jahren Berufserfahrung, die ihr Leben lang unbezahlte Praktika mit unbezahlten Überstunden ableisten. Als Bürger aus der "Mittelschicht", die immer mehr verschwindet, und erst recht aus der Unterschicht, gibt es kaum Chancen auf einen gut bezahlten Beruf. Wir werden nichts.
Was werden wir gewesen sein? Wenn wir sterben, wird sich nach recht kurzer Zeit keiner mehr an uns erinnern. Es wird in den meisten Fällen eine kleine Trauerfeier geben, danach wird unter Freunden und Familie getrauert, allerdings fast nie länger als ein Jahr. Danach werden sich auch engere Freunde kaum mehr erinnern. Wir werden nichts gewesen sein.
Was können wir schon erreichen? Jeden Tag wird uns das Märchen von der Chancengleichheit vorgekaut. Jeden Tag müssen wir uns anhören, wie viele freie Lehrstellen es geben würde. Diese Blender! Fakt ist: Jugendliche mit Migrationshintergrund haben in Deutschland kaum eine Chance. Ebenso wie junge Leute aus "Problem"familien (das Problem sind oft nicht die Familien, sondern die Politiker, die zu arrogant sind, etwas zu ändern), aus sozial schwachen Schichten und aus Familien mit Erkrankungen. Viele Fäden laufen zusammen, und wer eine "Mischung aus allem" besitzt, wird hier so schnell nicht glücklich. Zum Thema Lehrstellen: Es mag sein, dass viele Stellen unbesetzt bleiben. Jedoch nicht, wie oft behauptet, wegen der faulen Jugendlichen, sondern, weil höchst unrealistische und überzogende Anforderungen gestellt werden. Beispiel Christ: Abitur mit 2,0 Durchschnitt für den Beruf des Einzelhandelskaufmannes. Die Betriebe hätten am liebsten 16 Jährige Abiturienten mit 30 Jahren Berufserfahrung, die ihr Leben lang unbezahlte Praktika mit unbezahlten Überstunden ableisten. Als Bürger aus der "Mittelschicht", die immer mehr verschwindet, und erst recht aus der Unterschicht, gibt es kaum Chancen auf einen gut bezahlten Beruf. Wir werden nichts.
Was werden wir gewesen sein? Wenn wir sterben, wird sich nach recht kurzer Zeit keiner mehr an uns erinnern. Es wird in den meisten Fällen eine kleine Trauerfeier geben, danach wird unter Freunden und Familie getrauert, allerdings fast nie länger als ein Jahr. Danach werden sich auch engere Freunde kaum mehr erinnern. Wir werden nichts gewesen sein.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Kleiner Gedankengang.
Wenn leben das Beste ist, was einem Menschen passieren kann, möchte ich nicht wissen, was das schlechteste ist.
Relative Enttäuschung, Teil 1.
Mal wieder geht mein erster Blick sofort in die Postfächer. Das reale und das virtuelle. Mal wieder nichts. Scheiße. Wieso melden sich Betriebe eigentlich immer auf den letzten Drücker? Aber man gewöhnt sich dran. Auch daran, dass sich manche Betriebe gar nicht mehr melden. Es bleibt also "nur" eine relative Enttäuschung.
Mittwoch, 27. Juni 2012
Stärke & Schwäche.
Daran, dass wohl JEDER Mensch mindestens einmal in seinem Leben an einen Punkt kommt, an dem er nicht mehr weiter weiß, merkt man, wie verdammt beschissen unsere Welt geworden ist. Aber das reicht ja nicht: Wer sich "outet", nicht mehr Herr über seine Probleme zu sein und offen über sie spricht, wird ausgelacht, fertig gemacht - und das oft nur, damit sich Leute mit den gleichen Gedanken besser fühlen oder auch, damit sie Schwäche verbergen können. Wer "Schwäche" zeigt, findet oft keinen Platz in der Gesellschaft. Man wird immer das Opfer, der Lappen, der Boxsack und Blitzableiter bleiben. Nun stellt sich aber folgende Frage: Sind nicht eher die Leute schwach, die andere Leute fertig machen, damit sie sich besser fühlen oder die Fassade aufrecht stehen bleibt? Sind nicht die stark, die über Probleme reden können? Damit will ich nicht ausdrücken, dass alle die, die nicht über ihre Probleme reden wollen oder können, weil sie z.B., nicht zu Unrecht, Angst haben, "abgestoßen" zu werden, schwach sind. Man muss aber endlich lernen, das nicht die stark sind, die vorgeben, ein gutes Leben zu haben. Man muss lernen, hinter die Fassaden zu blicken. Man muss lernen, humaner miteinander umzugehen. Und man muss lernen, dass es zum Leben dazugehört, eine Phase zu haben, in der man nicht mehr weiter weiß.
Dienstag, 26. Juni 2012
Leben? Existieren?
Ab wann lebt man? Wann existiert man bloß? Ist es nicht eher so, dass die Allermeisten nur existieren? Leben heißt nicht automatisch leben. Zumindest nicht dann, wenn man quasi nur noch für andere am leben bleibt, keinerlei "Funktion" mehr hat, oder auch dann, wenn man nur in den Tag hinein"lebt". Mit anderen Worten: Vielen ist nicht bewusst, wie fließend die Grenzen zwischen "Sein" und "Bleiben" sind.
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